Ich habe einen neuen Artikel auf Habr veroeffentlicht: “KI vs Open Source: Was sich wirklich geaendert hat und wo die Grenze verlaeuft”

Mit dem Erscheinen funktionierender Code-Modelle ist ein pragmatischerer Entwicklungsweg entstanden: Anforderung formulieren, Tests schreiben und ein kleines, verstaendliches Modul ohne ueberfluessige Abhaengigkeiten erhalten. Das ist kein Krieg gegen OSS – es ist eine Verschiebung des Gleichgewichtspunkts.

Kernaussagen des Artikels:

Was sich geaendert hat

  • Frueher: “Zuerst die Bibliothek.” Bibliothek suchen, transitive Abhaengigkeiten akzeptieren, Dokumentation lesen.
  • Jetzt: “Beschreibung -> Tests -> Implementierung.” Kleine, testbare Module statt monolithischer “Kombiloesungen.”

Wo KI bereits Bibliotheken ersetzt

  1. Mini-Implementierungen: Indikatoren (EMA/SMA/RSI), Statistiken, Risikoregeln
  2. Schmale Integrationen: REST/WebSocket-Clients mit nur 2-3 benoetigten Methoden
  3. Geruest-Generierung: Backtest-Grundgerueste, Datenschemata
  4. Adapter: Mapping zwischen Boersen, Code-Migrationen

Wo KI OSS NICHT ersetzen sollte

  • Kryptographie und sichere Protokolle
  • Binaere Protokolle (FIX/ITCH/OUCH/FAST)
  • Datenbank-Engines, Compiler, Laufzeitumgebungen
  • Numerische Solver und Optimierer

Praktische Tipps

  • Module klein halten
  • Verhalten in einfachen Worten beschreiben
  • Minimale Pruefungen fuer sichere Merges durchfuehren
  • Ohne externe Abhaengigkeiten generieren

Im algorithmischen Handel ist das besonders relevant: Weniger Abhaengigkeiten bedeuten niedrigere Risiken, kompaktere Artefakte, einfachere Audits und schnellere Iterationen.

Wichtigste Erkenntnis: Waehlen Sie das Werkzeug passend zum Kontext. Eine eng gefasste Aufgabe, die leicht zu beschreiben und zu ueberpruefen ist, eignet sich fuer die Generierung. Alles andere – dafuer besser bewaehrte OSS nutzen.