Wie ein typischer Open-Source-Roboter von innen funktioniert: Architektur einer einfachen Strategie
Vor drei Monaten habe ich Open-Source-Frameworks fuer MOEX verglichen. Herausgefunden, was man waehlen sollte. Aber die Frage blieb: Wie funktioniert das alles von innen?
Heute geht es nicht um die Plattformwahl. Sondern darum, was unter der Haube passiert.
Ich analysierte die Architektur von vier populaeren Open-Source-Robotern: Freqtrade, NautilusTrader, Hummingbot und das Microservices-basierte MBATS.
Fazit: Trotz verschiedener Sprachen und Ziele wiederholen sich die Muster.
Schichtarchitektur: Das Fundament
Die meisten Trading-Roboter folgen einer 5-Schichten-Architektur:
Schicht 5: Kommunikation <- Telegram, Web UI, API
Schicht 4: Strategie <- Handelslogik
Schicht 3: Ausfuehrung & Risiko <- Orders, Risikomanagement
Schicht 2: Datenverarbeitung <- Indikatoren, Normalisierung
Schicht 1: Datenerfassung <- Boersenanbindungen
Entwurfsmuster
1. Event Sourcing
Speichert jede Zustandsaenderung als Ereignis. Entscheidend fuer Audit und Debugging.
2. CQRS
Trennt Lesen von Schreiben.
3. Microservices-Architektur
MBATS teilt das System in unabhaengige Services, die ueber Kafka/RabbitMQ kommunizieren.
4. Actor Model
Jeder Actor hat unabhaengigen Zustand, kommuniziert ueber Nachrichten. Kein geteilter Zustand = keine Race Conditions.
Design-Checkliste
- Beginnen Sie mit einem Monolithen
- Trennen Sie Schichten vom ersten Tag an
- Entwerfen Sie fuer Tests — Dependency Injection
- Fuegen Sie Observability vom ersten Tag hinzu
- Planen Sie Persistenz
- Microservices nur wenn: >100 Instrumente, HFT, Team >3 Personen
Die Architektur bestimmt, wie weit Sie kommen. Spaghetti-Code funktioniert einen Monat. Richtige Architektur — Jahre.
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